PsychiATRIUM - Praxis für fachärztliche Psychotherapie, integrative Psychiatrie und Psychohygiene 

Professor (Univ. Yerevan) Dr. med. Dr. rer. medic. Martin Peveling

PsychiATRIUM - Psychotherapie und Psychiatrie


... im Grenzbereich zwischen seelenloser

                  Körpermedizin und körperloser Seelenmedizin ...

 


Mein beruflicher Werdegang ...



Nach dem Abitur Studium der Humanmedizin und Rechtswissenschaft in Marburg/Lahn, später der Pädagogik in Essen. 1990 bis 1996 Absolvierung der Facharztweiterbildungszeiten (Neurologie, Psychiatrie, Psychotherapie). Seit 1997 Selbständigkeit (PsychiATRIUM - Praxis für fachärztliche Psychotherapie, integrative Psychiatrie und Psychohygiene). Nebentätigkeiten als Supervisor (u. a. Diakonie) sowie als fachärztlicher Gutachter (u. a. Amtsgerichte). 

Berufsbegleitend zunächst Studium der Gesundheitsökonomie (Basel), danach Masterstudium der Kriminologie und Polizeiwissenschaft (Universität Bochum) sowie Promotionsstudium in Theoretischer Medizin an der Fakultät für Gesundheit (Universität Witten/Herdecke); Promotion zum Doktor der Gesundheitswissenschaften (Dr. rer. medic.). Ebendort zweites Doktoratsstudium mit den Themenfeldern Medizinische Anthropologie, (Leib-)Phänomenologie, soziale Kognition und Philosophie des Geistes; Promotion zum Doktor der Humanmedizin (Dr. med.).

Seit 2012 Mitglied ("Fellow") des internationalen Academic Consortium for Integrative Medicine & Health; wissenschaftliche Anbindung u. a. an die University of Traditional Medicine (seit 2015 als "Lecturer", seit 2017 als "Professor" der YUTM), an das Institut für Integrative Medizin (IFIM) (bis 2020) sowie an die Seniorprofessur für Medizinische Anthropologie der Universität Witten/Herdecke (bis 2020). Berufung zum ärztlichen Gutachter des innovativen Prüfungsformats "Objective Structured Clinical Examination (OSCE)" am Modellstudiengang Medizin der Universität Witten/Herdecke (erstmalig 07/2020).

 


                                              ... und womit ich mich in meiner Praxis beschäftige...

 

 
 

Psychotherapie

Eine Psychotherapie kann notwendig sein, wenn die Gedanken, Gefühle und das Verhalten eines Menschen dessen Lebensqualität beeinträchtigen. Die Beeinträchtigung kann direkt durch die Symptome der Störung (z. B. starke Ängste) entstehen oder aber durch die Folgen der psychischen Störung. Manche Betroffene können beispielsweise ihren Beruf nicht mehr ausüben und verlieren ihren Partner und soziale Kontakte. Nicht immer leiden die Patienten selbst unter den Symptomen. Es gibt auch psychische Störungen, bei denen die Betroffenen durch ihr abweichendes Verhalten vor allem anderen Menschen schaden.

Zur Anwendung kommen vorrangig die sog. psychodynamischen Verfahren, dies unter besonderer Berücksichtigung der Prinzipien der Neuropsychotherapie (nach Klaus Grawe). Dieses schulenübergreifende Konzept befasst sich mit der Anwendung der Erkenntnisse der Neurowissenschaften (Neurobiologie, Neuropsychologie und Gehirnforschung) auf die Psychotherapie unter Einbeziehung der empirischen Ergebnisse der Psychotherapieforschung.
In den letzten Jahren konnte große Fortschritte beim Verständnis der neurobiologischen Vorgänge und Umstrukturierungsprozesse im Gehirn, die den menschlichen Lern- und Entwicklungsprozessen zugrunde liegen, erzielt werden. Die grundlegendste Einsicht war die enorme Fähigkeit des Gehirns, sich lebenslang zu verändern (neuronale Plastizität des Gehirns) als Folge menschlichen Erlebens und Verhaltens.
Daraus wird rückschließend auch therapeutischen Interventionen der Effekt zugesprochen, im Gehirn ablaufende neurobiologische Prozesse und Strukturen zu verändern. Damit erscheint es möglich, Erkenntnisse über störungsspezifische negative Veränderungen des Gehirns zu gewinnen, diese diagnostisch zu nutzen, und daraus wirksame therapeutische Interventionen zu entwickeln und in der Therapie zu berücksichtigen.

Hinsichtlich der psychotherapeutischen Behandlung besteht eine Kassenzulassung (auch Knappschaft) für die Behandlungsverfahren tiefenpsychologisch fundierte Einzel- und Gruppenpsychotherapie, autogenes Training und Hypnose.

Sofern eine medizinische Notwendigkeit besteht, werden die Kosten einer psychotherapeutischen Behandlung durch die gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.


Integrative Psychiatrie

Integrative Psychiatrie verfolgt einen funktional ausgerichteten integrativen Ansatz mit dem Ziel einer weiterführenden klinischen Remission sowie einer persönlichen und beruflichen Reintegration der Patientinnen und Patienten.

Der integrative Behandlungsfokus umfasst alle Maßnahmen, um Menschen mit einer psychischen Erkrankung über die Akutbehandlung hinaus in die Lage zu versetzen, eine Lebensform und Lebensstellung im Alltag, in der Gemeinschaft und im Beruf zu finden respektive wieder zu erlangen. Die angestrebte Lebensform soll den Möglichkeiten und Bedürfnissen des jeweiligen Individuums entsprechen und seiner würdig sein.
Als Basis der integrativen Behandlung und ihrer Planung steht der spezifische Unterstützungsbedarf des einzelnen Menschen im Mittelpunkt, um die Krankheitsauswirkungen im eigenen Lebensumfeld zu bewältigen und an subjektiv wichtigen Lebensbereichen teilzuhaben. Die integrativen Leistungen decken die medizinische, soziale und den Beginn einer beruflichen (oder schulischen) Rehabilitation ab.

Psychohygiene

Als Wissenschaft von der Erhaltung der seelischen Gesundheit beschäftigt sich die Psychohygiene mit Lebensumständen, die sich begünstigend oder schädigend auf psychische und psychosomatische Erkrankungen auswirken können.
Ziel ist die Frühentdeckung psychischer Gesundheitsschäden, die Aufklärung und Prävention. Die Psychohygiene als ein Teilbereich der Hygiene und Gesundheitsvorsorge beeinflusst alle Aktivitäten des täglichen Lebens, sowohl die physiologischen, als auch die psychologischen und geistigen.
Ziel der Psychohygiene ist es, im Rahmen der Gesundheitsvorsorge und gesunden Lebensführung, psychische Belastungen zu reduzieren bzw. nach Möglichkeit auszuschalten. Belastungen lassen sich in Leistungsdruck, beruflicher Beanspruchung, starken Emotionen, Aufregung, Spannung und Angst differenzieren, wobei diese Auswirkungen auf die psychische, physische und soziale Integrität des Menschen haben und als Stressfaktoren bezeichnet werden.

Der bio-psycho-soziale Ansatz

In den letzten Jahren hat sich die wissenschaftliche Psychiatrie zunehmend in Richtung ihrer Nachbardisziplinen Neurologie und (Neuro-)Psychologie ent­­wickelt („Neuroscience“). Dabei besteht die große Gefahr, dass die Kom­ple­xität und Ganzheitlichkeit von psychischen Erkrankungen und ihren so­zialen Dimensionen zu stark auf die biologische Komponente reduziert wer­den. Nicht die von der Person des Kranken losgelöste Krankheit, sondern der er­kranke Mensch steht aber im Mittelpunkt des psychiatrischen Fach­gebietes (per­sonenzentrierter Zugang). Daher spielt das therapeutische Setting mehr als in anderen medizinischen Fächern eine zentrale Rolle. Die Beson­derheit liegt im Leib-Seele-Zugang, der Verbindung von Naturwissenschaft und Hu­man­­­wissenschaft, dem sogenannten biopsychosozialen Modell. Dies er­for­dert den Ein­­­satz sowohl von neurobiologisch-naturwissenschaftlichen als auch von psy­­­chologisch-sozialwissenschaftlichen Konzepten.
Um Stigmatisierungseffekte zu vermeiden, wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der Begriff „Störung“ statt „psychischer Erkrankung“ eingeführt. Störungen werden in einem internationalen Diagnoseklassifikations- und Verschlüsselungssystem (derzeit ICD-10 oder DSM-IV) deskriptiv erfasst. Während in früheren Fassungen der Klassifikationssysteme noch eine Einteilung der psychischen Störungen in neurotische und psycho­tische Störungen üblich war, wird in den aktuellen Fassungen entsprechend dem neueren Erkenntnisstand auf diese Begriffe weitgehend verzichtet.


Häufige gestellte Diagnosen in diesem Zusammenhang sind (beispielsweise):


Depressionen

Wichtige Anzeichen sind schwere gemütsmäßige Verstimmungen, Hoffnungslosigkeit, Interessen- und Freudlosigkeit, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen und Grübelneigung.

Ausführliche Informationen zu depressiven Störungen finden Sie beispielsweise unter www.deutsche-depressionshilfe.de oder unter www.psychenet.de.


Angststörungen

Betroffene leiden unter Ängsten, die unangebracht, unrealistisch oder übertrieben sind.

Weitere Informationen unter www.psychenet.de.


Psychosomatische Erkrankungen

Unterschiedliche körperliche Symptome, die durch eine körperliche Erkrankung nicht ausreichend erklärt werden können. Weitere Informationen hierzu finden Sie ebenfalls unter www.psychenet.de.

Eine Behandlung ist auch bei anderen Erkrankungen wie Burn-out, Zwängen, Schizophrenie, Anpassungsstörungen, Erschöpfungssyndromen, Schlafstörungen und Persönlichkeitsstörungen möglich.



Weitere Betätigungsfelder:


Die "klassische" Psychiatrie (Diagnostik und Therapie)

Alle psychiatrischen Leistungen können ebenso wie allgemeine ärztliche Leistungen ausschließlich privatärztlich abgerechnet werden.

Gegenstand der Psychiatrie sind die Krankheitsbilder, bei denen Störungen der psychischen Prozesse (d.h. psychopathologische Symptome) als krank­hafte Veränderungen des Wollens, Handelns, des Fühlens, Denkens oder der Erlebnisinhalte auftreten. Diese sind einerseits Ausdruck einer Störung der Funktion des zentralen Nervensystems, also Symptome krankhafter bio­lo­­gischer Prozesse des Gehirns (z. B. eine depressive Störung auf der Grund­­­lage einer Gefäßerkrankung des Gehirns). Sie sind andererseits aber auch Manifestationen von Störungen des sozialen Verhaltens, z. B. der Be­zieh­ung des Menschen zu sich selbst und seiner Umwelt. Bei diesem zwei­ten Aspekt handelt es sich bei psychopathologischen Prozessen nicht um Krank­heitssymptome als Ausdruck von biologischen Prozessen, sondern um Er­scheinungsformen einer erlebnisreaktiven Störung oder der Persönlich­keits­­entwicklung.

Sozialpsychiatrie

Sozialpsychiatrie stellt soziale Ursachen und Zusammenhänge bei psychischen Störungen in den Vordergrund und arbeitet vorzugsweise ambulant, und somit in Wechselwirkung mit den sozialen Systemen, in denen sich ein Mensch mit psychischen Problemen bewegt. Medizinische und konstitutionelle Faktoren werden mit der sozialen Funktion in Beziehung gesetzt. Kerngedanke der Sozialpsychiatrie ist es, Hospitalisierungen zu vermeiden und die therapeutischen Angebote im ambulanten Bereich zu optimieren. Menschen mit psychischen Problemen sollen nicht vom Alltag getrennt werden, sondern durch angemessene Therapie und Hilfen integriert bleiben.

Die Sozialpsychiatrie-Bewegung entstand in den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts parallel zur Antipsychiatrie-Bewegung als fortschrittliche und humanistisch orientierte Antwort auf die bis dahin übliche menschenunwürdige Behandlung von psychisch erkrankten oder behinderten Menschen, welche ihren grausamen Kulminationspunkt in der Euthanasie-Politik der Hitler-Regierung fand.

Gerontopsychiatrie, -psychopathologie und -psychotherapie

Gerontopsychiatrie beschäftigt sich mit älteren Menschen und ihren psychischen Erkrankungen, d. h. mit Menschen jenseits des 60. Lebensjahres. Manchmal wird die Grenze auch schon beim 55. Lebensjahr gezogen. Als Spezialgebiet der Psychiatrie verbindet die Gerontopsychiatrie Erkenntnisse der Geriatrie, der Gerontopsychiatrie, der Gerontopsychosomatik sowie der Gerontologie - und zwar sowohl in Diagnostik und Therapie als auch in Vorbeugung und Verhütung von psychischen Erkrankungen im höheren Lebensalter. Die Gerontopsychiatrie bezieht dabei die Veränderungen im Alter - in körperlicher, psychischer und sozialer Hinsicht - ein.

Suchtmedizin

(Poststationäre) privatärztliche Weiterbetreuung bei Medikamenten- und Alkoholabhängigkeit sowie nichtstoffgebundenen Süchten. Zur Anwendung gelangen hierbei auch Elemente der motivierenden Gesprächsführung (Motivational Interviewing, MI).

Diese Methode wird definiert als ein klientenzentrierter, aber direktiver Beratungsansatz mit dem Ziel, intrinsische Motivation zur Verhaltensänderung durch Explorieren und Auflösen von Ambivalenz aufzubauen. Das Konzept wurde ursprünglich 1991 von William Miller und Stephen Rollnick zur Beratung für Menschen mit Suchtproblemen entwickelt. Im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Verfahren in diesem Bereich wird beim MI explizit auf ein konfrontatives Vorgehen verzichtet.

Begutachtung

Begutachtung aller in meine Fachgebiete fallenden sozialmedizinischen und betreuungsrechtlichen Fragestellungen (nur nach vorheriger Absprache).


Weitergehende Informationen zum Thema Medizin.

Weitergehende Informationen zum Thema Psychiatrie.



Weitere, über meine eigentliche ärztlich-therapeutische Betätigung hinausgehende fächerübergreifend-interdisziplinäre Arbeitsfelder finden Sie auf der Seite "Wissenschaft & Lehre".